Tipps und Trends zum B2B Online-Marketing

Tipps zur Adressgewinnung im E-Mail-Marketing

B2B Online-Marketing

E-Mail-Marketing ist eine der effizientesten Online-Instrumente. Ein qualifizierter E-Mail-Verteiler ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Allerdings steht jedes B2B-Unternehmen, welches mit E-Mail-Marketing beginnt, vor derselben Herausforderung: Woher kommen die E-Mail-Adressen? Den professionell produzierten Newsletter nur an eine Handvoll Empfänger? Das bringt keine Punkte.

Zuvor ein grundsätzliches Statement: Im E-Mail-Marketing gilt das Opt-In-Prinzip. Das heißt, es dürfen nur E-Mail-Empfänger angeschrieben werden, die ihre explizite Einwilligung dazu gegeben haben. Alles andere ist Spam und somit schädlich und illegal. Wichtig: Eine Werbeerlaubnis ist nicht übertragbar. Somit scheiden gekaufte oder gemietete Adressbestände von vornherein aus – egal was Adresshändlern als vermeintliche Gegenargumente anbringen.

Diese Werbeerlaubnis (Permission) ist also die Währung im E-Mail-Marketing. Dafür lohnt es sich zu kämpfen. Aber mit welchen Mitteln? Altbewährt und effizient ist die Gewinnung von Adressen über ein Anmeldeformular auf der eigenen Webseite. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Newsletter sinnvoll in die Online-Kommunikation eingebunden wird. Wichtig: Das „Opt-In“ darf nicht vor ausgewählt sein. Der Käufer muss explizit zustimmen, meistens durch ein Ankreuzen der Option „Ja, ich will den monatlichen Newsletter“.

Damit ein Websitebesucher seine E-Mail-Adresse preis gibt, muss ihm der Mehrwert des Newsletterabos attraktiv genug erscheinen wie beispielsweise durch interessante (exklusive) Inhalte oder Specials in regelmäßigen Abständen. Zudem darf der Interessent nicht durch die Abfrage zu vieler persönlicher Daten abgeschreckt werden. Ein sparsamer Umgang mit den Empfängerdaten ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Meistens reicht die E-Mail-Adresse bei der Anmeldung als einziges Pflichtfeld aus.

Ohne Frage, die Gewinnung von Adressaten über ein Anmeldeformular auf der eigenen Website ist ein langwieriger Prozess. Aber Geduld zahlt sich durch treue und aufmerksame Newsletterleser aus. Ergänzt werden sollte dieser Prozess durch Aktionen, die die Vermarktung des Newsletters unterstützen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Selbstverständlich ist es ein Ziel aller E-Mail-Marketer, die Leser langfristig an den Newsletter zu binden. Wer dem Empfänger keinen Mehrwert bietet, wird scheitern. Abonnenten werden nach wenigen Newsletterausgaben ihre Permission zurück ziehen, die Mailings ungelesen löschen oder im schlimmsten Fall die unwillkommenen E-Mails als Spam melden.

12 Kommentare zu "Tipps zur Adressgewinnung im E-Mail-Marketing"

    Die Frage ist nur, ob diese Anbieter auch wirklich seriös sind. Wie kann ich das feststellen?

    Kommentar von Oliver - 29. April 2011 @ 21:30 Uhr

    Meine Empfehlung: Einfach in Google, Bing oder Yahoo nach “firmenadressen” oder “firmenadressen kaufen” suchen

    Kommentar von Jens Stolze - 17. März 2011 @ 16:30 Uhr

    Kennt jemand ne Adresse wo man seriöse Adressen kaufen kann ?

    Kommentar von Thomas - 17. März 2011 @ 9:48 Uhr

    Dem kann ich nur beipflichten. Die Individualisierung im E-Mail-Marketing hatten wir für dieses Jahr (2009) im B2B-Online-Marketing-Trendpapier als Trend definiert. Download unter http://www.creative360.de. Die Website ist auch bald wieder zu 100% verfügbar. Wir arbeiten am Relaunch. :-)

    Kommentar von Jens Stolze - 13. Oktober 2009 @ 15:33 Uhr

    Ja es geht tatsächlich um Mehrwert und deshalb ist es wichtig schon in der Anmeldung seine Kunden nach Interessenbereichen zu segmentieren. Kunden haben Angst, dass Sie Ihre Mail Adresse für völlig irrelevante Informationen hergeben. Eine Lösung waere z.B. entweder den Kunden direkt im Anmeldeformular zu fragen welche Interessenbereiche er/sie hat und demnach Anmeldungen in unterschiedliche Mailinglisten zu speichern und entsperchend Newsletter zielgruppenspezifischer zu erstellen. Alternativ kann man auch mehrere Anmeldeformulare in verschiedenen Themenbereichen auf der Webseite unterbringen. Diese Funktionen sind in unserer Anwendung einfach in ein paar Schritten realisierbar ;)

    Kommentar von Newsletter Software GraphicMail - 13. Oktober 2009 @ 15:26 Uhr

    Uli Häfele hat es im Prinzip auf den Punkt gebracht. Nur wer Informationen mit Mehrwert bietet, kann erwarten, dass die Besucher auch mit Ihren Kontaktdaten “bezahlen”. Wenn qualifizierter Traffic auf die Website geleitet wird, steigt auch die Anzahl derer, die nicht mit susi.sorglos@web.de o.ä. die Formulare ausfüllen.

    Kommentar von Jens Stolze - 12. April 2009 @ 20:28 Uhr

    Zuerst mal ein kleines Lob, der Beitrag weckt Interesse an mehr und nach LeadExplorer’s Kommentar ist auch klar, dass mehr notendig wird.
    Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, den “Tauschgeschäftcharakter” bei der Adressgenerierung etwas hervorzuheben. Der Deal läuft doch in der Regel nach dem Muster, du gibst mir deine Emailadresse – ich gebe dir einen Newsletter, du nennst mir deine Branche und ich schicke dir ein gutes Paper, usw. Hier im Blog wurde das mit den Paper “Trends 2009 im B2B Online Marketing” sehr anschaulich demonstriert.
    Ich sehe den großen Trick in der geeigneten Währung für dieses Tauschgeschäft. Nur wer Informationen liefert die einen Wert haben, kann auch mit einer Gegenleistung rechnen.

    @LeadsExplorer – ist deinem Kunden klar, dass du ihm Informationen lieferst, die für seine Arbeit wichtig und wertvoll sind – oder wird er die übliche (wertlose) Firmenselbstdarstellung erwarten? Wenn wertvolle Information leifere, dann kann ich auch mit lieschen_mueller@gmx.net reden, wenn ich gut bin wird auch daraus ein echter Lead.

    – Frohe Ostern -

    Kommentar von Uli Häfele - 12. April 2009 @ 12:52 Uhr

    @Pat: Um ausführliche Tipps präsentieren zu können, die ins Detail gehen, wäre ein wesentlich längerer Artikel notwendig. An dieser Stelle hier im Blog ungeeignet. Wir haben den Artikel bereits etwas verkürzt, um präsize und knapp Tipps als Anreißer zu geben. Gerne greifen wir die Anmerkungen auf. Wir spielen eh mit dem Gedanken eines Folgeartikels.

    Kommentar von Jens Stolze - 6. April 2009 @ 12:31 Uhr

    Das ist so nicht ganz korrekt. Wenn eine Firma eine Konversionrate von 2 bis 3 Prozent hat, ist das wirklich sehr schlecht. Das liegt dann vermutlich an der Einbindung des Newsletters in die Firmenwebsite, an der Gestaltung der Landing-Page sowie das Formulars. Gute Konversionsraten liegen bei 35 Prozent und höher. Meine Erfahrung, die Personen, die private Mailadressen angeben, sind eh nicht die qualitativen Leads und wollen sowieso nicht erkannt werden.

    Kommentar von Jens Stolze - 6. April 2009 @ 8:55 Uhr

    Gewinnung von Adressen über ein Anmeldeformular auf der eigenen Webseite? Wenn nur 2 bis 3% aller Besucher Ihre Kontaktdaten bekannt geben dauert es Jahren für einigen Tausand. Zusätzliches Problem: Mann bekommt in viele Fallen: @gmail.com @web.de @hotmail.com

    Kommentar von LEADSExplorer - 5. April 2009 @ 21:05 Uhr

    Warum Tipps? Ich lese nur einen und der ist nicht gerade eine wirklicher Tipp, sondern gehört schon zum Standardprogramm für jeden Seitenbetreiber. Wo soll er sich auch sonst anmelden?Nur was macht man, wenn man zu wenig Besucher hat aber trotzdem auf den Newsletter aufmerksam machen will und wie bekommt die Leute dazu sich einzutragen, also welchen Mehrwert/Anreiz muss man bieten?Oder erstmal 1 Jahr SEO betreiben, alle Kunden anrufen und bitten sich einzutragen, in jedem Werbebrief, e-Mail-Signatur darauf aufmerksam machen? Und gerade im B2B-Bereich! Was machen die Firmen?Eine Umfrage wäre mal ganz nett!! Und Opt-In ist schon nicht mehr aktuell, wenn ich mich recht erinnerne ist ja vor kurzem in Hamburg das Urteil gefallen, daß im Prinzip nur noch Double Opt-In eine rechtmäßige Anmeldung nachweisen kann.

    Kommentar von Pat - 3. April 2009 @ 13:35 Uhr

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