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B2B Social-Media: Ist dabei sein wirklich alles?

B2B Social-Media dabei sein alles

Social Media ist in, keine Frage. Aus diesem Grund ist es auch für B2B Unternehmen mittlerweile selbstverständlich, Social-Media-Marketing zu betreiben. Ganz nach dem Motto: Dabei sein ist alles. Aber ist dabei sein wirklich alles?

Laut einer Umfrage zum Einsatz von B2B Social-Media-Marketing in Unternehmen im Rahmen unseres Events „Wie viel Facebook braucht Ihre B2B-Marke?“, sind knapp 80% der befragten Unternehmen in einer Social-Community präsent.

Social-Communites und Leitidee
An der Spitze stehen Facebook und XING, aber auch Videoportale sind mit 76% eine attraktive Plattform für die Unternehmenspräsentation. Weniger Beachtung scheinen die Unternehmen den Corporate- und Themenblogs sowie Twitter-Accounts, Micro-Blogs und Fachforen zu schenken, obwohl diese durchaus von Relevanz sein können.

Das Durchführen einer Ist-, SWOT- und Zielgruppenanalyse ist bei 52% der am Event teilnehmenden Unternehmen erfolgt. Eine zentrale Leitidee wird aber nur noch von 44% der befragten Unternehmen formuliert.

Fehlende B2B Social-Media Strategie
Besonders erstaunlich ist die Tatsache, dass lediglich 29% der befragten Unternehmen eine Social-Media-Strategie ausarbeiten. Die Einweisung der Mitarbeiter in Social-Media-Aktivitäten sowie die Etablierung eines Monitorings spielen ebenfalls eine untergeordnete Rolle.

Bereits geplante Maßnahmen für den Social-Media-Bereich werden nur von der Hälfte der Unternehmen überhaupt umgesetzt. Obwohl die Befragung aufgrund der geringen Teilnehmerzahl (34 Unternehmen unterschiedlichster Branchen) nicht repräsentativ ist, so spiegelt sie vor dem Hintergrund von Erfahrungswerten dennoch das Bild der großen Masse wieder.

Paradoxe Haltung im B2B-Segment
Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass Social-Media-Marketing im B2B einen hohen Stellenwert genießt, was sich allerdings nur in der schnellen Umsetzung von Maßnahmen widerspiegelt. Social-Media-Marketing als langfristiger und strategischer Einsatz wird bei den Unternehmen momentan noch nicht gesehen. Der Grund für diese paradoxe Haltung gegenüber allen Social-Media-Aktivitäten liegt vermutlich an der Unkenntnis über den möglichen Nutzen.

Des Weiteren fehlt es vor allem an Fachkräften und Budget, um eine Strategie überhaupt erarbeiten und umsetzen zu können. Die Erfolge von B2B Social-Media-Marketing sind außerdem nicht auf den ersten Blick greifbar und können erst nach einer gewissen Zeit bestimmt werden. Aufgrund der Unsicherheit über die Social-Media-Maßnahmen sind die Firmen daher bemüht, die Kosten zu Beginn möglichst gering zu halten. Diese Haltung ist zwar nachvollziehbar, aber auch äußerst bedenklich.

Auswirkung auf das Firmenimage
Schlechte B2B Social-Media-Maßnahmen können nicht nur eine Fehlinvestition sein, sondern dem Ansehen des Unternehmens auch erheblichen Schaden zufügen. Fühlen sich Kunden oder andere Zielgruppen nicht ernst genommen, so kann dies negative Auswirkungen auf das Image des Unternehmens haben. Nicht durchdachte B2B Social-Media-Maßnahmen können für Unternehmen somit genauso verheerende Auswirkungen haben, wie die Vermarktung minderwertiger oder fehlerhafter Produkte.

Fazit: Gerade B2B-Unternehmen sollten sich darüber im Klaren sein, dass Qualität in allen Bereichen über Erfolg oder Misserfolg entscheidet . Wenn aufgrund einer fehlenden Strategie wesentliche Informationen über den Kundenkreis fehlen, so kann die Kommunikation nicht optimal funktionieren. Kreative, interessante und auf die Zielgruppe abgestimmte B2B Social-Media-Aktionen garantieren eine optimale Kundenansprache, stärken das Image und tragen maßgeblich zum Ansehen des Unternehmens bei.

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7 Kommentare zu "B2B Social-Media: Ist dabei sein wirklich alles?"

    Eine langfristige Social Media Strategie bietet für B2B Unternehmen eine große Chance.
    Gerade bei B2B Unternehmen stellt eine durchdachte Social Media Strategie eine hervorragende Schnittstelle zu Nachwuchskräften zur Verfügung.
    Unternehmen, die mit einer starken Marke, den Endkundenkreis beliefern sind in den Köpfen junger Bewerber bereits präsent.

    Den Nachteil der „Unbekanntheit in der Öffentlichkeit“ können B2B Unternehmen durch eine gelungene Social Media Strategie locker ausgleichen.
    Denn klar ist, dass der Marktplatz für Nachwuchskräfte durch soziale Netzwerke abgebildet ist.

    Als einen Schritt in „die richtige Richtung“ habe ich bei meiner Recherche das Verhalten der Zahnrad Fabrik in Friedrichshafen entdeckt.
    Die als Zulieferbetrieb eine klare Richtlinie zu Social Media in der Öffentlichkeit vertreten.
    Zu finden sind ihre „Social Media Guidelines“ unter: ZF Social-Media Guidelines

    Ein Beispiel im Bereich Recruiting über Social Media wäre Bayer.
    Bayer setzt auf eine strategische Verwendung von Facebook um gezielt Nachwuchskräfte anzusprechen.
    Das wird in einem Interview zwischen Bernd Schmitz und allfacebook.de klar.
    Das Interview ist hier zu finden: Interview auf allfacebook.de

    Wenn’s weitere gute Beispiele für eine durchdachte Social Media Strategie gibt, die hoffentlich über die genannten Einsatzgebiete rausgehen, würde ich mich über Links sehr freuen.
    Grüße!

    Kommentar von M. Buehler - 1. November 2011 @ 12:12 Uhr

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