Tipps und Trends zum B2B Online-Marketing

Sinnvoller Einsatz von Blogs im B2B-Marketing

Blogs im B2B-Marketing

Die Etablierung eines eigenen Blog eignet sich für B2B-Unternehmen optimal zur gezielten Verbreitung von Content. Beim Einsatz eines Blogs sollten sich Unternehmen neben den vielen Vorteilen jedoch auch einige Besonderheiten in der Gestaltung vor Augen halten.

Weblogs von Unternehmen sind meiner Meinung nach gerade erst so richtig im Kommen. Auch wenn der „B2B Social Media Report“ von Brandwatch aufgedeckt hat, dass Blogs scheinbar an Bedeutung verlieren, ist dies im Kontext von SEO, Content-Marketing und Markenpositionierung dringend zu überdenken. Meist sind Blogs noch unter dem Newsbereich oder als Magazin in die Website integriert. Eine feste Etablierung und eine konsequente operative Nutzung bringen jedoch eine gute Position in den Suchmaschinen mit sich und binden langfristig Kunden und Interessenten.

Große Unternehmen verfügen auch in Deutschland bereits über ein Blog. Im Siemens Global Weblog bloggen Siemens Mitarbeiter beispielsweise über Automatisierungstechnik, Antriebstechnik und Industry Services. Im DATEV-Blog wird ein Blick hinter die Kulissen gewährt und zu aktuellen Entwicklungen im Unternehmen Stellung bezogen. Im upside Blog von UPS werden persönliche Einblicke ins Unternehmen gewährt. Weniger bekannt ist beispielsweise die Bluhm Systeme GmbH, welche Systeme und Zubehör für Etikettierung und Kennzeichnung von Produkten und Verpackungen realisiert. Sie verfügt über ein Blog, welches Themen rund ums Produktportfolio bereitstellt. Ein weiteres Beispiel ist der NTT DATA Blog für Europa, welcher all diejenigen Dinge bloggt, welche die IT Branche bewegen.

Warum sollten B2B Unternehmen einen Blog etablieren?
B2B-Entscheider informieren sich heutzutage zunehmend online und stoßen somit unwillkürlich auf Blogs, in welchen sie ihre Informationssuche vertiefen. Mit gezielten Blog-Posts kann Unternehmens-Know-How an potentielle Neukunden und bestehende Kunden transportiert werden und diese überzeugen. Entscheider werden somit in der Entscheidungsfindung gelenkt. Mit B2B-Blogs kann man bei Lesern Vertrauen aufbauen. Diese Art der informativen Überzeugung ist zudem kostengünstig, da sie von unternehmensinternen Bloggern geführt werden kann. Gerade im Hinblick auf die strategische Markenpositionierung können Blogs daher äußerst hilfreich sein.

Über welche Inhalte sollen B2B Unternehmen berichten?
Je nachdem welches Ziel das Blog verfolgt, müssen die Inhalte sorgfältig ausgewählt werden. Ein Corporate-Blog sollte dem Leser das Unternehmen und die mit der täglichen Arbeit verbundene Leidenschaft vermitteln, mit welcher Produkte im Unternehmen entstehen. Jedoch ist jeder zweite DAX-Unternehmensblog ein Karriereblog und verfolgt somit die Ziele des Employer-Brandings. Neben Service-Blogs, Produkt- bzw. Markenblogs können Unternehmen ihre Kompetenz vor allem über Themen-Blogs in unternehmensrelevanten Bereichen nachweisen. Hochwertiger Content ist hier die einzige Strategie, mit welcher man die Leser überzeugen kann. Gelingt es dem Unternehmen, den Content interessant aufzubereiten, so bergen B2B-Weblogs ein hohes Potential, in Zukunft das neue Kommunikationsinstrument für Unternehmen zu werden.

Wie sollte der Blog aufgebaut sein?
Blogs werden vor allem strategisch eingesetzt, um Zielgruppen gezielt anzusprechen und diese mit Infos zu versorgen. Leser, welche sich im Blog wiederfinden und sich mit den Bloggern identifizieren, kommentieren und lesen regelmäßig. Die Posts müssen aus diesem Grunde auf das Wissen der Leser aufbauen und dieses beleben, stärken und erweitern. User kann man direkt in ausgewählte Posts einbeziehen indem man Fragen stellt oder relevante Fragen bereits vorab beantwortet. DATEV kommuniziert auf seinem Unternehmensblog beispielsweise konkret, dass Diskussionen, konstruktive Kritik und ein Dialog gewünscht sind.

Fazit: Die Vorteile der Etablierung eines B2B-Blog sprechen für sich. Leser sollen nicht überzeugt, sondern vielmehr informiert und inspiriert werden. Die Relevanz und der Nutzwert für Blog-Leser steht somit an erster Stelle. Wichtig ist es, den Blog zu pflegen und den interagierenden Lesern Feedback zu ihren Kommentaren und Fragen zu geben. Hierzu muss der Inhalt des Blogs nicht innovativ sein. Mit Hintergrundinformationen zum Unternehmen oder hilfreichen Produkttipps bietet man einen hohen Mehrwert. Mit ein wenig Kreativität kann aus vermeintlich alltäglichen Themen der B2B-Blog gefüllt werden. Und so trägt ein Blog langfristig zum Unternehmenserfolg bei!

Quelle: creative360, Studie „Corporate Blogs 2014“ von karrierebibel.de

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14 Kommentare zu "Sinnvoller Einsatz von Blogs im B2B-Marketing"

    Lesetipp zu Chancen von Social-Media im B2B: http://www.onlinemarketing-blog.de/2012/11/06/chancen-von-social-media-im-b2b-hoher-als-im-b2c/

    Kommentar von Jens Stolze - 8. September 2014 @ 15:24 Uhr

    Toller Beitrag Herr Stolze! Gut das ich darauf gestoßen bin. Habe vor kurzem angefangen mich mit dem Thema „Blogs“ zu beschäftigen. Es ist wirklich ein toller und einfacher Weg Content zu verbreiten und somit auch eine größere Masse zu erreichen. Hätten Sie vielleicht einen Vorschlag, welches CMS für Blogs am besten geeignet ist? Oder können Sie vielleicht eines empfehlen? Habe in verschiedenen Foren und Blogs nachgeschaut und die meisten tendieren zu WordPress. Ich kenne WordPress bereits von früher und weiss das es ziemlich einfach zu handeln ist. Was meinen Sie?

    Kommentar von Stefan - 8. September 2014 @ 15:12 Uhr

      Hallo Stefan, gerne. Freut mich, dass der Beitrag Dir gefallen hat und hilfreich war. Wir verwenden WordPress seit 2006 und würden für Blogs kein anderes System verwenden. In der aktuellen Version bietet es zahlreiche Optionen für ein einfaches Content-Management und Verwaltung der Beiträge. Und dank zahlreicher Plugins kann das CMS beliebig erweitert und den eigenen Anforderungen angepasst werden. Beste Grüße

      Kommentar von Jens Stolze - 8. September 2014 @ 15:19 Uhr

    Empfehlenswerter Beitrag. Seit ca. 6 Monaten betreue ich mit einem anderen Redakteur tci.de/blog. Und es ist gar nicht schwer Themen und Stories zu Industrie-Computer und Gebäudeautomation (nur b2b) zu finden. Hinter Business-2-Business stehen auch immer Menschen.

    Kommentar von Rene Jung - 25. Juni 2014 @ 9:16 Uhr

      Hallo Herr Jung, ja das vergessen oft viele, das man als B2B-Unternehmen meist mehr zu erzählen hat, als viele denken. Und viele Stories sind nicht wettbewerbskritisch oder vertraulich, dass sie nicht erzählt werden dürften. Aber eine passende Content-Marketing-Strategie ist eine wichtige Grundlage zum Aufbau und der Pflege eines Blogs.

      Kommentar von Jens Stolze - 8. September 2014 @ 15:21 Uhr

    Wünsche einen schönen Pfingsten.
    Habe mir Ihren Beitrag gerade durchgelesen und empfehle diesen auch an meinen Bekanntenkreis weiter.

    Sonnige Grüße aus Hamburg

    Kommentar von Karl Meißel - 9. Juni 2014 @ 12:49 Uhr

    An dieser Stelle empfehle ich unseren Artikel zur Zukunft von Blogs in der B2B-Kommunikation http://www.onlinemarketing-blog.de/2012/01/26/blogs-fuer-die-b2b-kommunikation-2012/

    Kommentar von Jens Stolze - 14. Mai 2014 @ 23:03 Uhr

    Mehr B2B-Firmen als sie (die Firmen) denken haben äußerst spannende Inhalte, Geschichten und Content zu bieten. Bisher habe ich in unseren Projekten keinen B2B-Kunden erlebt, der keine Stories hat, die Grundlage eines Blogs sein können. Das strategische Denken fehlt vielerorts noch. Wenn das Potenzial erkannt wird und die Stories vorhanden sind, mangelt es meist an den Ressourcen für ein konsequentes Umsetzen. In unserer Studie von 2012 haben wir bspw. herausgefunden, dass B2B-Marketer min. 1 Jahr, eher 2 Jahre investieren müssen, damit ein Blog/die Social-Media-Maßnahmen Ihre Kraft entfalten und zum Unternehmenserfolg beitragen.

    Kommentar von Jens Stolze - 14. Mai 2014 @ 22:56 Uhr

    Danke für diesen Beitrag. Da stimme ich zu!

    Ich bin selbst auch mitverantwortlich für den Content auf unserem Blog. Dieser ist nicht nur B2C sondern soll auch Branchen- intern interessante Inhalte vermitteln. Am aller wichtigstens finde ich, den Content auf Relevanz und Mehrwert für die Zielgruppe zu prüfen. Außerdem sollte meiner Meinung nach immer so kommuniziert werden, dass Interaktion mit den Lesern gefördert wird.

    Guter Content ist der, den man teilt! :)

    Kommentar von ShareeRH - 14. Mai 2014 @ 11:09 Uhr

    1. Mit einem gut geschriebenen Blog kann ein Unternehmen hervorragend seine Fachkompetenz unter Beweis stellen.
    2. Ein Block eignet sich bestens, um gute Google-Rankings für lukrative Suchbegriffe zu bekommen (dadurch kann man sich auf den Haupt-Webseiten weniger auf SEO und mehr auf den Nutzer zu konzentrieren).
    3. Es gibt in Deutschland einige hervorragende Texter und Journalisten, die Inhalte interessant und überzeugend aufbereiten können (statt auf Billigtexter zu setzen, die für eine Hand voll Euro minderwertigen Content produzieren)!

    Kommentar von Christoph Decker - 14. Mai 2014 @ 10:41 Uhr

    Ja, ähnliche Gedanken hatten wir auch mit unserem Blog wirkt.de. Demnach nicht die schlechteste Idee; wobei man das Wörtchen ‚langfristig‘ am Ende des Blogs natürlich nicht vergessen darf ;-)

    Kommentar von Berlitz - 14. Mai 2014 @ 10:14 Uhr

      Ja, ich denke hier erfolgt stufenweise ein Umdenken seitens der Marketer und es wird vor allem im Online-Bereich durchaus wieder längerfristig und strategischer gedacht als in der Vergangenheit.

      Kommentar von Jens Stolze - 30. September 2014 @ 15:56 Uhr

    Grundsätzlich stimmt es ja, ein Block ist sehr gut zu finden und damit in wertvolles Werkzeug des SEO. Eines wird aber immer vergessen und fällt erst auf wenn es jeder sieht: ein Block braucht herausragenden Content, wirklich besondere Informationen und die auch noch spannend vermittelt. Wer hat das aber im Bereich B-to-B zu bieten? Gibt es wirklich ausreichend strategisches Denken im Mittelstand um einen Block erfolgreich werden zu lassen? Da sind die Beispiele in Deutschland an einer Hand auf zu zählen. Ein Block im B-to-B ist in aller Regel eher ein peinlicher Verkündungskanal ohne Reaktion und Kommentare der Zielgruppe und damit eigentlich kein Block.

    Kommentar von Thomas Hartmann - 14. Mai 2014 @ 9:12 Uhr

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