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Big Data im B2B: Wenn aus Quantität Qualität wird

Big Data in B2B-Unternehmen

In der heutigen Zeit lässt sich jeder Schritt, Klick und Blick online aber auch offline messen. Um noch zielgruppenspezifischer, kosten- sowie zeiteffizienter zu arbeiten, setzen immer mehr B2B-Unternehmen mittlerweile auf das Allzweckmittel „Big Data“. Der Einsatz von Big Data-Technologien birgt viele Chancen und Potenziale. Jedoch gibt es auch Schattenseiten. All dies gehört zur aktuellen Entwicklung, deren Ende noch nicht in Sicht ist.

Big Data – der Trend mit Potenzial
Die Menge an Daten ist in der heutigen Zeit eine unfassbare Masse, die stetig anwächst. Nach neusten Erkenntnissen wächst der Berg an Daten jeden Tag um 2,5 Trillionen Byte an. Diese Datenmenge birgt unglaubliches Potenzial für Unternehmen. Gleichzeitig stellt es die Unternehmer aber auch vor die Herausforderung, diese Datenmenge verwalten zu können.

Bedeutung von Big Data für die B2B-Branche
Big Data gewinnt für B2B-Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Gründe dafür gibt es viele. Die gewonnenen Daten können dank Big Data helfen die Zielgruppe besser zu verstehen, sogar Prognosen für zukünftiges Kaufverhalten, Trends, etc. zu erkennen. Auch kann eine gezieltere Ansprache an potenzielle Kunden erreicht werden, da Zusammenhänge erfasst werden können. Dadurch ist letztendlich das Ziel den Umsatz zu steigern.

Doch Unternehmer, Marketer und Mitarbeiter fragen sich, was genau hinter dem großen Begriff „Big Data“ steckt. Der Bundesverband für Informationswirtschaft definiert den Begriff als eine Analyse von großen Datenmengen aus verschiedenen Online- und Offline-Quellen. Hinzu kommt die Strukturierung der Daten und der Gewinn relevanter Erkenntnisse für verschiedene Bereiche des B2B-Unternehmens.

Umgang mit den großen Datenmengen
Die Komplexität dieser großen Datenmengen ist enorm, da auch verschiedene Quellen, wie Social-Media, Internet-Suchverhalten, etc., in die Analyse miteinbezogen werden. Komplex wird es dadurch, dass nicht alle Quellen die gleiche Struktur und Klarheit in ihren Daten mit sich bringen. So müssen hier die Daten erst auf einen Nenner gebracht und erfassbar gemacht werden. Dieses Clustern hilft die Daten auszuwerten.

Nachdem die Daten verarbeitet sind, können die ausgewerteten Informationen als Grundlage für fundierte Entscheidungen herangezogen werden. Zusammenhänge werden sichtbar beziehungsweise untermauert, sodass valide Strategien und zukunftsweisende Maßnahmen für ein B2B-Unternehmen entwickelt werden können.

Aus technischer Sicht muss hier auf spezielle Software-Lösungen zurückgegriffen werden. Diese müssen viele Datensätze zeitgleich verarbeiten und riesige Datenmengen schnell importieren können. Auch sollte es die Option geben, mehrere Datenbankabfragen zeitgleich bearbeiten zu können und die Datenbestände aktuell und schnell verfügbar zu machen. Da durch Big Data stetig aktuelle Daten geliefert werden, müssen diese zeitnah ausgewertet werden, um valide Ergebnisse und Erkenntnisse zu erhalten.

Chancen und Potenziale für die Industrie
Vorteile von Big Data gibt es viele. Der größte Vorteil ist natürlich für B2B-Unternehmen, dass sie sich von ihren Wettbewerbern abheben können. Dies tun sie, indem sie ihren Markt und dessen Kunden noch besser verstehen. Große Datenmengen bergen viele Informationen. Wissen ist bekanntlich Macht. Die Daten geben Aufschluss über Charakter-Eigenschaften, Kauf- und Nutzerverhalten, mögliche Trends in der Branche und vieles mehr. B2B-Unternehmen profitieren von diesen Informationen, wenn sie Online-Strategien und Maßnahmen ableiten. Ebenso reicht Big Data noch weiter. Big Data befähigt Unternehmen aus der Industrie schnelle, effiziente Entscheidungen zu treffen, da die Daten stets sehr aktuell sind.

Die Transparenz ist ein klarer Vorzug von Big Data. Durch die neuen Technologien können die enormen Datenströme erfasst, gemessen und dokumentiert werden. Zusammenhänge aus verschiedenen Bereichen des B2B-Unternehmens können so erfasst und in Relation zum aktuellen Unternehmensstand gebracht werden. Und da die Informationen aus dem Unternehmen selbst, wie beispielsweise Aufträge, Transaktionen, aber auch von den Kunden stammen wie beispielsweise Kundendaten und Social-Media-Interaktionen, sind diese Zusammenhänge essentiell für die Entwicklung von Online-Strategien, aber auch für Produktions- und Vertriebsoptimierungen.

Beispielsweise in der Distribution können durch Big Data Lagerbestände an den nötigen Verbrauch oder Verkauf angepasst werden. Sprich durch ausreichende Informationen kann festgestellt werden, wie viel voraussichtlich in einer bestimmten Periode an Produkten verwendet/verkauft werden. Abgesehen von Platzeinsparungen und Raum für weitere Produkte, werden auch Lagerkosten eingespart, was sich gewinnsteigernd auswirkt. Gleich wie bei Lagerbeständen können so auch Preismodelle und die Preisgestaltung im Allgemeinen beeinflusst werden. Da die Preisgestaltung der Konkurrenz und das Kundenverhalten bezüglich der Preisgestaltung erfasst werden kann.

Big Data kann sich so in sehr vielen Bereichen eines Unternehmens positiv auswirken.Ein weiterer Vorteil ist, dass B2B-Unternehmer früher eine Strategie entwickelten und diese erst nach Ablauf des Projekts anhand definierter Messwerte auf ihren Erfolg prüften. Dank Big Data können Unternehmen in der Industrie bereits vorab Prognosen aufstellen. Dies können mögliche Entwicklungen für Markttrends, Absatzmärkte oder die eigene Außenwirkung sein. Somit können auch frühzeitig Krisen oder Problematiken entdeckt und beseitigt werden.

Online-Optimierung dank Big Data
Auch das Online-Marketing kann im B2B-Bereich von Big Data profitieren. Die komplette Customer Journey, übersetzt kann auch von der Reise des Kunden gesprochen werden, kann durch gesammelte Daten evaluiert, ausgewertet und optimiert werden. Dies hilft B2B-Unternehmen das Verhalten von potenziellen Kunden zu verstehen. Auf Basis dieser Ergebnisse können neue Ziele definiert und Online-Maßnahmen zur Erreichung dieser eingeleitet werden.

Beispielsweise können für SEO aus den Datenbeständen Benchmarks, Keywords und beliebte Inhalte abgeleitet werden. Das Ziel wäre dann zum Beispiel, dass zielgruppenorientierte Inhalte für SEO-optimierte Websites generiert werden können.

Risiken und mögliche Lösungen
Big Data wird trotz des Potenzials aber auch immer wieder zur Zielscheibe von Datenschützern. Grund hierfür liegt in den Daten selbst. Diese stammen von einzelnen Nutzern, deren Verhalten erfasst wird. Zwar sind die Daten anonymisiert, trotzdem kann dies ein Eingriff in die Privatsphäre der User darstellen. Das Risiko besteht vor allem darin, dass die Datensätze missbraucht werden und so die Privatsphäre vieler Nutzer und auch Kunden verletzt wird. Daher müssen Unternehmen ihre Besucher der Website in den Datenschutzbestimmungen darauf hinweisen, dass die Nutzerdaten weiterverwendet werden.

Um Skandale rund um Big Data zu vermeiden, ist es wichtig, dass dieses Thema transparent behandelt wird. Die Nutzer wollen wissen, was mit ihren Daten geschieht. Außerdem ist es sinnvoll, dem Kunden aufzuzeigen, dass die Verwendung von Big Data eine Win-Win-Situation für beide Parteien darstellt. Durch die individuellen Datensätze kann das Unternehmen passgenaue Lösungen für den Kunden vorschlagen. Dadurch sind Nutzer bereitwilliger ihre Daten freizugeben. Diese offene Kommunikation schafft Transparenz und Vertrauen.

Fazit: Big Data hilft B2B-Unternehmen vor allem strategische Ziele, Prognosen und Optimierungen von Prozessen und Abläufen zu verfolgen. Trotz der Risiken, besteht ein enormes Potenzial. Zielgruppennähe und Kosteneffektivität helfen hierbei, sich vom Wettbewerb abzuheben. So stellt Big Data im B2B-Bereich ein wichtiges Instrument dar, das unbedingt für den Unternehmenserfolg genutzt werden sollte.

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5 Kommentare zu "Big Data im B2B: Wenn aus Quantität Qualität wird"

    Das mit dem Datenschutzund der Transparenz ist in vielerlei Hinsicht wichtig. Freut mich, dass das hier auch erwähnt wird.
    LG,
    Julia

    Kommentar von Julia - 17. Mai 2016 @ 22:46 Uhr

    Ich verstehe nicht wirklich, warum auf jeder Seite jetzt darauf hingewiesen werden muss, dass Cookies verwendet werden. Ich finde das eher nervig als zielführend.

    Kommentar von Patrick Lemke - 1. August 2015 @ 11:41 Uhr

      Hallo Herr Lemke, tatsächlich nehmen viele Nutzer den Hinweis Cookies als „nervig“ wahr. Diese Technik besteht seit mehreren Jahren und daher hatten Internet-Nutzer die Zeit, sich daran zu gewöhnen und Daten von sich im Internet auch freiwillig preis zu geben. Jedoch muss man trotzdem bedenken, dass jeder die Möglichkeit haben muss, seine Privatsphäre im Internet auch schützen zu können. Daher wird es im Rahmen des Datenschutzes rechtlich vorgeschrieben, dass Hinweise auf Cookies eingebaut werden müssen. Ein kleiner Tipp: In vielen Internet-Browsern besteht die Möglichkeit, gewisse Regeln einzustellen, wie grundsätzlich mit einer Cookie-Warnung umgegangen werden soll. So können Sie das „nervige Wegdrücken“ der Fehlermeldung umgehen bzw. eindämmen.

      Kommentar von Marcel Volm - 4. August 2015 @ 9:35 Uhr

    Buchempfehlung: Passend zum aktuellen Beitrag Big Data im B2B erschien kürzlich das Buch „Big Data im Marketing“. Das Buch versteht sich als Leitfaden im Umgang mit digitalen Daten im Kontext des Marketings.

    Kommentar von Jens Stolze - 17. Juli 2015 @ 9:34 Uhr

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