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Artikel, Tipps und Trends für die B2B-Welt

3. April 2012

Pinterest: Ziel und Nutzen im B2B Social-Media

Kategorie: B2B, Marketing-Trends, Social-Media-Marketing — Angela Staiber

Pinterest - der neue Star am Social-Media-Himmel. Rekordverdächtiges Wachstum in den letzten Monaten, obwohl es Pinterest schon seit 2010 gibt. Was ist Pinterest, welche Ziele und Möglichkeiten bieten sich den B2B-Unternehmen?

Pinterest - Der neueste derzeit von den Medien gehypte Star am Social Media Himmel.
Pinterest wurde 2010 in den USA gegründet und setzt sich aus den englischen Begriffen „to pin“ (etwas anheften) und „interest“ (Interesse) zusammen.

Nutzer gleichen Interesses haben die Möglichkeit Bilder-Kollektionen oder auch Videos mit Beschreibungen an virtuelle Pinnwände zu heften, welche sowohl öffentlich als auch privat abgespeichert werden können.

In den letzten Monaten hat Pinterest nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland ein rekordverdächtiges Wachstum hingelegt. Im Januar 2012 wurden die Besucherzahlen um das Vierfache gesteigert und so mehr Traffic verursacht als von Google+, LinkedIn und YouTube zusammen.

Möglichkeiten für B2B-Unternehmen
Auch für B2B-Unternehmen kann Pinterest ein äußerst interessantes Medium sein, wenn auch erst auf den zweiten Blick. Beruflich wird Pinterest bisweilen primär von E-Commerce Unternehmen genutzt, die Ihre Produkte durch hochwertig aufbereitete Bilder vermarkten.

Bei genauerer Betrachtung bemerkt man jedoch, dass auch für B2B-Unternehmen ein großes Potenzial in der Plattform steckt. Im Prinzip ist Pinterest vergleichbar mit Twitter. B2B Social-Media lebt von spannendem Content - und dies ist auch die Voraussetzung für eine Pinterest-Nutzung. Sofern Content in Form von spannenden Bildern oder Videos im Unternehmen vorhanden ist oder erstellt werden kann, ist dieser wert von den zahlreichen Usern geteilt zu werden.

Zielsetzung für Pinterest im B2B
Ziel ist es als Unternehmen die Produkte, Lösungen und Dienstleistungen zu visualisieren und von der großen Kraft der Viralität zu profitieren, durch welche die Sichtbarkeit des Unternehmens enorm gesteigert werden kann. Vordergründiges Ziel für ein Unternehmen, das sich auf Pinterest engagiert, ist es Traffic zu generieren, der den User auf die unternehmenseigenen Websites oder Social-Media-Profile führt. Außerdem kann man selbst Inspirationen sammeln, sich als Experte eines Themas auf einer jungen Plattform frühzeitig positionieren und Konversationen mit seiner Zielgruppe führen. Ebenfalls kann Pinterest durch Wettbewerbe zum Crowdsourcing genutzt werden, was bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich vormachen.

Ein Parade-Beispiel für eine gelungene Performance im B2B Social-Media-Marketing zeigt das Unternehmen General Electric auf Pinterest.

GE Pinterest B2B

Frühzeitig hat das Unternehmen verstanden worauf es bei Pinterest ankommt und welche Chance sich durch die Plattform bietet. So werden alte Werbeplakate aufbereitet, qualitativ sehr hochwertige Produktbilder präsentiert, Einblicke in die Produktion gegeben, informative Infographiken geteilt und Grafiken mit Zitaten von Unternehmenseigenen Geschäftsführern, Erfindern etc. erstellt. Gleichzeitig ist das Unternehmen selbst auch sehr aktiv darin, sich von anderen Bildern inspirieren zu lassen und gliedert sich so optimal in die Social-Media Welt ein. Entsprechend erfolgreich wird die Präsenz auch angenommen und zeigt wie attraktiv die Plattform auch für B2B-Unternehmen sein kann.

Fazit: Pinterest bietet zwar bislang keine speziellen Unternehmensseiten, hat ein Unternehmen jedoch Bilder/Videos mit Mehrwert für den User zu bieten, so sollte man schleunigst prüfen, ob nicht Potenzial in einer Pinterest-Präsenz steckt. Noch hat man die Chance einer der ersten B2B-Unternehmen auf der Plattform zu sein und sich so als Experte und Vorreiter zu positionieren.

Tipp: Entscheidungshilfe für oder gegen Pinterest im B2B

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2. November 2011

Sinnvolle Facebook-Werbung im B2B-Segment

Kategorie: B2B, Online-Werbung, Social-Media-Marketing — Angela Staiber

Viele B2B-Unternehmen haben die Vorteile einer Facebook-Fanpage für sich entdeckt. Durch interessante Inhalte auf der Facebook–Fanpage können relevante Nutzer zu „Fans“ werden. B2Bs haben dann die Möglichkeit, mit Ihrer Zielgruppe in Dialog zu treten.

Durch den Dialog mit der Zielgruppe können B2B Unternehmen aus vielerlei Gründen profitieren:

›› Bekanntheit steigern
›› Image pflegen
›› Anfragen generieren
›› Kundenbindung stärken
›› Meinungen einholen
›› Website-Traffic erhöhen
›› Fortbildung
›› Personalrekrutierung
›› Informationsaustausch

Allerdings nützt die beste Facebook-Fanpage nichts, wenn sie niemand zu Gesicht bekommt. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Bekanntheit der Facebook-Fanpage zu fördern. Eine sehr gute Möglichkeit den Bekanntheitsgrad zu steigern, stellen Facebook Ads dar.

Aufbau und Targeting
Ein Facebook-Ad besteht aus einem 25-Zeichen-Titel, einem Text von bis zu 135 Zeichen und dazwischen ein Bild in der Sondergröße von 110×80 Pixel. Ein Vorteil von Facebook-Ads sind die umfangreichen Targeting-Möglichkeiten. Nutzer können nach geografischen oder demografischen Merkmalen ausgewählt werden. Des Weiteren werden Profilinformationen der Nutzer mit einbezogen. Dadurch kann eine genaue Platzierung ermöglicht und eine persönliche Ansprache der Zielgruppe gewährleistet werden, was gerade für B2B-Unternehmen ein sehr wichtiges Kriterium ist.

Facebook–Ads gewinnen außerdem mehr und mehr an Bedeutung, da das Erscheinen im Newsstream aufgrund der vielfältigen Filtermöglichkeiten nicht immer gewährleistet ist.

Werbeformate auf Facebook
Derzeit bietet Facebook 16 unterschiedliche Display-Werbeformate an. Von Premium LikeAds, bei denen per Like-Button zum direkten Fan einer Fanpage werden kann, über Marketplace EventAds, die für ein Event der eigenen Facebook-Page wirbt, bis hin zu Sponsored Stories- Domains, bei denen eine externe Website beworben wird.

Nicht alle angebotenen Formate sind für B2B-Unternehmen aber auch wirklich sinnvoll. Vorab sollten deshalb die Ziele, die mit der Anzeigenschaltung erreicht werden, klar definiert sein. Diese dienen als Ansatzpunkte für die Auswahl der geeigneten Anzeigendarstellung.

Sinnvoller Einsatz für B2B
Generell empfehlenswert, um die Bekanntheit des B2B-Unternehmens und somit seiner Facebookseite zu steigern, sind vor allem Premium Video Comment Ads. Hier können Nutzer Videos direkt über die Anzeige ansehen und auch liken. Diese Art von Anzeige involviert Facebooknutzer und auch die Freunde des Nutzers werden auf die Fanpage aufmerksam gemacht, indem sie in ihrem Stream die Interaktion des Freundes mit dieser Seite angezeigt bekommen.

Zur Steigerung der Kundenbindung eignen sich aufgrund ihrer Möglichkeiten zur Interaktion besonders die Premium Poll Ads und Sponsored Stories-Post like. Diese Anzeigenformate sehen lediglich Fans der Fanpage. Diese werden so zur Interaktion mit dem Unternehmen verleitet, wodurch ihr Bezug zum Unternehmen gefestigt wird.

Durch die große Auswahl an Facebook Ads haben B2B Unternehmen die Möglichkeit, genau auf Ihre Ziele ausgerichtete Anzeigen schalten zu können. Die letzten Änderungen an der Werbeplattform haben zudem zu einer Steigerung der Effektivität der Anzeigen geführt. So stieg die Klickrate weltweit im dritten Quartal 2011 um 18,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Fazit: Damit B2B-Unternehmen Facebook erfolgreich als Werbeplattform nutzen können, müssen vorab die Ziele genau definiert und die Zielgruppe bestimmt werden. In einem weiteren Schritt sollten die Möglichkeiten der Facebook-Werbung anhand der definierten Ziele näher betrachtet und sinnvoll ausgewählt werden.

Jetzt kommt es “nur” noch auf die Gestaltung der Anzeigen an. Sind diese interessant und kreativ und sprechen die Zielgruppe an, so lässt der Erfolg auf Facebook nicht lange auf sich warten. Allerdings sind Facebook Ads als ein wichtiger Baustein von vielen zu betrachten. Gibt es keine interessanten Inhalte, beziehungsweise bietet die Facebook-Page keinen Mehrwert für die Zielgruppe, wird ein B2B-Unternehmen trotz Facebook Fanpage und Facebook Ads seine Ziele nicht erreichen können.

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20. September 2011

B2B Social-Media: Ist dabei sein wirklich alles?

Kategorie: B2B, Marketing-Trends, Social-Media-Marketing — Angela Staiber

Social Media ist in, keine Frage. Aus diesem Grund ist es auch für B2B Unternehmen mittlerweile selbstverständlich, Social-Media-Marketing zu betreiben. Ganz nach dem Motto: Dabei sein ist alles. Aber ist dabei sein wirklich alles?

Laut einer Umfrage zum Einsatz von B2B Social-Media-Marketing in Unternehmen im Rahmen unseres Events „Wie viel Facebook braucht Ihre B2B-Marke?“, sind knapp 80% der befragten Unternehmen in einer Social-Community präsent.

Social-Communites und Leitidee
An der Spitze stehen Facebook und XING, aber auch Videoportale sind mit 76% eine attraktive Plattform für die Unternehmenspräsentation. Weniger Beachtung scheinen die Unternehmen den Corporate- und Themenblogs sowie Twitter-Accounts, Micro-Blogs und Fachforen zu schenken, obwohl diese durchaus von Relevanz sein können.

Das Durchführen einer Ist-, SWOT- und Zielgruppenanalyse ist bei 52% der am Event teilnehmenden Unternehmen erfolgt. Eine zentrale Leitidee wird aber nur noch von 44% der befragten Unternehmen formuliert.

Fehlende B2B Social-Media Strategie
Besonders erstaunlich ist die Tatsache, dass lediglich 29% der befragten Unternehmen eine Social-Media-Strategie ausarbeiten. Die Einweisung der Mitarbeiter in Social-Media-Aktivitäten sowie die Etablierung eines Monitorings spielen ebenfalls eine untergeordnete Rolle.

Bereits geplante Maßnahmen für den Social-Media-Bereich werden nur von der Hälfte der Unternehmen überhaupt umgesetzt. Obwohl die Befragung aufgrund der geringen Teilnehmerzahl (34 Unternehmen unterschiedlichster Branchen) nicht repräsentativ ist, so spiegelt sie vor dem Hintergrund von Erfahrungswerten dennoch das Bild der großen Masse wieder.

Paradoxe Haltung im B2B-Segment
Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass Social-Media-Marketing im B2B einen hohen Stellenwert genießt, was sich allerdings nur in der schnellen Umsetzung von Maßnahmen widerspiegelt. Social-Media-Marketing als langfristiger und strategischer Einsatz wird bei den Unternehmen momentan noch nicht gesehen. Der Grund für diese paradoxe Haltung gegenüber allen Social-Media-Aktivitäten liegt vermutlich an der Unkenntnis über den möglichen Nutzen.

Des Weiteren fehlt es vor allem an Fachkräften und Budget, um eine Strategie überhaupt erarbeiten und umsetzen zu können. Die Erfolge von B2B Social-Media-Marketing sind außerdem nicht auf den ersten Blick greifbar und können erst nach einer gewissen Zeit bestimmt werden. Aufgrund der Unsicherheit über die Social-Media-Maßnahmen sind die Firmen daher bemüht, die Kosten zu Beginn möglichst gering zu halten. Diese Haltung ist zwar nachvollziehbar, aber auch äußerst bedenklich.

Auswirkung auf das Firmenimage
Schlechte B2B Social-Media-Maßnahmen können nicht nur eine Fehlinvestition sein, sondern dem Ansehen des Unternehmens auch erheblichen Schaden zufügen. Fühlen sich Kunden oder andere Zielgruppen nicht ernst genommen, so kann dies negative Auswirkungen auf das Image des Unternehmens haben. Nicht durchdachte B2B Social-Media-Maßnahmen können für Unternehmen somit genauso verheerende Auswirkungen haben, wie die Vermarktung minderwertiger oder fehlerhafter Produkte.

Fazit: Gerade B2B-Unternehmen sollten sich darüber im Klaren sein, dass Qualität in allen Bereichen über Erfolg oder Misserfolg entscheidet . Wenn aufgrund einer fehlenden Strategie wesentliche Informationen über den Kundenkreis fehlen, so kann die Kommunikation nicht optimal funktionieren. Kreative, interessante und auf die Zielgruppe abgestimmte B2B Social-Media-Aktionen garantieren eine optimale Kundenansprache, stärken das Image und tragen maßgeblich zum Ansehen des Unternehmens bei.

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