Laut einer aktuellen Meldung, setzen mehr als die Hälfte der untersuchten Fachmedien Bewegtbild auf Ihren Online-Portalen ein. So das Ergebnis einer Analyse von infotainweb.
Diese Zahl kann ich jedoch nicht bestätigen. Die Analyse von infotainweb bezieht sich auf 30 Fachmedien, vorrangig aus den Bereichen Automobil, Medien, Recht und Steuern. Einzelne Portale aus Industrie und IT.
In einer eigenen Analyse Anfang 2009, haben wir knapp 60 Portale ausschließlich aus der Industrie analysiert. Unser Ergebnis: Für Verzeichniswerbung bieten knapp mehr als 20% der Portale Video/Bewegtbild an. Im Rahmen von Content-Marketing bieten knapp 31% Video/Bewegtbild an.
“Die Verlage nutzen Bewegtbilder auch für Werbezwecke: 37 Prozent der untersuchten Websites bieten den Kunden in ihren Mediaunterlagen bereits Video-Werbemöglichkeiten an. Auffällig ist allerdings, dass sich dafür bisher keine einheitliche Sprache durchgesetzt hat. So wird Videowerbung beispielsweise mit Sponsoring, WebCast, BusinessClip, Werbeclip, Video-Ads oder auch Imagefilm umschrieben.”
Hier werden meiner Meinung nach zwei Bereiche miteinander vermischt. Ein Webcast oder Imagefilm sind Arten von Videos. Während Businessclip, Werbeclip oder Video-Ad die Art der Online-Werbung beschreibt. Meiner Ansicht nach, ist es für B2B-Unternehmen allerdings nicht relevant in Pre-Roll-Ads oder Mid-Roll-Ads in anderen Videos zu denken, sondern in Formaten und Inhalten, die das Unternehmen in Form von Bewegtbild produziert.
// Lesen Sie die aktuellen B2B-Trends im Online-Marketing
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Quelle: Internet World Business, creative360

Schon seit mehreren Jahren beobachte ich die Entwicklung der Fachmedien und Fachzeitschriften. Nicht zuletzt habe ich daraus auch den Trend zur Verstärkung im Portal-Marketing sowie aktuell den Trend zum Einsatz von Bewegtbild in der B2B-Kommunikation abgeleitet.
Die 25 Top-Fachzeitschriften erzielten im Jahr 2008 einen Bruttowerbeumsatz von rund 356 Milionen Euro. Zum Jahresauftakt zeigt sich, dass nun auch die Fachzeitschriften von der allgemeinen Werbezurückhaltung betroffen sind.
Laut Werbeträgerstatistik der Vertriebsunion Meynen, Eltville, haben die von ihr ausgewerteten 417 Fachzeitschriften aus 53 Segmenten in den ersten drei Monaten 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal brutto 20 Prozent an Anzeigenumsatz verloren. Schnell wird die Frage nach einer Lähmung in den Werbebuchungen laut.
Der Wandel im Mediennutzungsverhalten sowie die schwächelnde Wirtschaft treiben den Wechsel von Offline zu Online voran. Somit erfolgt meiner Meinung nach eine Verschiebung der Anzeigenbudgets von Print- zu Onlinewerbung. Weil effizienter, trotz geringeren Budgets. Zahlreiche Gespräche mit Kunden und B2B-Unternehmen bestätigen diese Entwickklung.
// Vollständiger Beitrag zur Entwicklung der Fachpresse auf Horizont.net
// Komplettes Ranking der Top 25 Fachzeitschriften nach Bruttowerbeumsatz 2008
Quelle: Horizont, Ausgabe 17/2009

Page Impressions (PIs) als Leistungskriterium sind tot, weil sie ein besonders schlechtes Maß für Reichweite und echte Mediennutzung sind. Das Kriterium verliert zunehmend an Relevanz. So schreibt Horizont in der Ausgabe 28/2008.
Viele B2B-Unternehmen sollten in Konversionen denken. Für Portalbetreiber stellt sich die Frage nach einem geeigneten Kriterium zur Bewertung von Websites.
Zu ausgefeilt sind mittlerweile die Techniken, um die PIs in die Höhe zu treiben. Beispielsweise die Zwischenschaltung von Newsteasern, bis man zum eigentlich gewünschten Inhalt kommt. Auch die Visits geraten in Zeiten von SEO in den Veruf.
Der Ausbau der Portale um Bewegtbildangebote (Webcast, Web-TV, Videos, etc.) stellt eine Herausforderung dar. “Wer ein dreimenütiges Video ansieht, kann keine PIs produzieren” sagt Pilot 1/0 Geschäftsführer Uli Kramer.
Die Zeitkomponente (sprich die Verweildauer) als neues Bewerungskriterium könnte die Lösung sein. Dabei ist entscheidend, wie lange ein Besucher das Portal nutzt. Bleibt jedoch zu klären, wie man die Zeit korrekt erfasst. Unterbrechungen wie ein Telefonat, die Mittagspause oder das Tabbed-Browsing müssen dabei berücksichtigt werden.
Quelle: Horizont, Ausgabe 28/2008

In seiner Mai-Ausgabe führte das Magazin media spectrum ein Interview mit Yorck von Heimburg, Vorstand von IDG Communications Media AG.
Sehr interessant waren seine Aussagen zur Entwicklung der Fachmedien und der Wichtigkeit von Online-Marketing im B2B-Bereich.
›› Print wird zukünftig eine Ergänzung zu Online sein
›› Gedruckte Medien haben auch weiterhin Ihre Berechtigung
›› Fachmedien werden jedoch die Auflagen senken müssen
›› Integrierte Kommunikation für den B2B-Bereich sehr wichtig
›› Viele B2B-Medien würden ohne integrieten Ansatz nicht mehr existieren
›› Mehrere Instrumente sollten verzahnt eingesetzt werden
›› Paid-Content hat im B2B-Bereich durchaus eine Zukunft
Quelle: media spectrum, Ausgabe 5-2008

Das Internet ist für viele Entscheider aus B2B-Unternehmen das Leitmedium. So wie IT-Führungskräfte sichern sie jedoch berufliche Entscheidungen durch Informationen aus vertrauenswürdigen Printmedien ab. So schreibt die Horizont in ihrer Ausgabe 14/2008.
In einigen Jahren könnte sich das zuvor dargestellte Bild jedoch ändern. Dann sind von den nachrückenden Entscheidern (hier IT-Entscheider) eher die Online-Medien gelernt. Die Entscheider der Zukunft müssten erst an Printmedien herangeführt werden. Daher empfiehlt es sich, schon heute Bezugspunkte zwischen Print und Online zu schaffen. Eine Verzahnung wird vielerorts, wie bei Vogel, IDG, Konradin und CMP WEKA vorangetrieben.
Für B2B-Marketer ist es ratsam, schon heute ihre Marketingstrategie anzupassen. Die gezielte Ergänzung des Marketing-Mix durch Online-Marketing der Weg.
Quelle: Horizont, Ausgabe 14/2008
