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Facebook im B2B ist out und doch sinnvoll!

Facebook Werbung im B2B

Facebook ist out! Laut einer Umfrage des BtoB Magazine im April 2011 nutzen 71% der befragten Unternehmen Facebook für ihr B2B-Marketing. Allerdings betrachten nur 20% der B2B-Marketer Facebook als wirklich wichtig! Warum ist das so?

Die zwei häufigsten Ziele im B2B Social-Media-Marketing sind Markenbekanntheit vergrößern und SEO-Effekte nutzen (Quelle: Studie B2B Social-Media in der Praxis). Ein in 2010 noch unterschätztes Ziel war Personal-Marketing. Im Jahr 2011 wollen B2B-Unternehmen schon sehr viel häufiger Social-Media für Zwecke des Personal-Recruitings einsetzen.

Mit Facebook lässt sich das SEO-Ziel nicht direkt erreichen. Dafür eignen sich im Social-Media-Marketing eher Blogs, Twitter und Foren/Gruppen. Die Markenbekanntheit lässt sich mit Facebook nur dann steigern, wenn dieser Kanal inhaltlich so gut ist, dass er weiter empfohlen wird. Das ist, neben Sharing, eines der Grundprinzipien des Social-Media-Marketings.

Und hier kommt die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Unternehmen denken zu oft in Kanälen wenn es um B2B Social-Media-Marketing geht. Vielmehr sollte eine zentrale Leitidee und Strategie der Antrieb der Gedanken sein. Facebook ist out, wenn es lediglich die Inhalte der Website wiederholt und sich nicht von diesen abhebt. Es mag Fälle geben, wo es Sinn macht. Diese sind jedoch sehr selten.

Geht es um Ziele der Lead-Generierung (für 58% der B2B-Marketer), Markenbekanntheit und SEO kann Facebook nur eine ergänzende Rolle spielen. Die zentrale Rolle im B2B Social-Media-Marketing sollte je Ausgangssituation, Umfeld und Unternehmen von Fall zu Fall ganz verschieden sein.

Im Personal-Marketing kann Facebook sehr erfolgreich sein, wie Krones zeigt. Und hier ist ersichtlich, dass eine eigene Idee für Facebook entwickelt wurde. Dann macht Facebook als eigenständiger Kanal Sinn. Der Druck geeignete Fachkräfte zu finden ist für B2B-Unternehmen sehr hoch. Doch das oberste Ziel für B2Bs ist gemäß unterschiedlichen Studien immer noch die Lead-Generierung. Dafür gelten jedoch ganz andere Gesetze und Erfolgsfaktoren als für Facebook!

Fazit: Facebook macht nur dann für B2B wirklich Sinn, wenn hierfür eine ganz eigenständige Idee entwickelt wird, um Ziele des Personal-Marketings zu erreichen. Oder aber wenn Facebook in eine Gesamt-Strategie eingebunden wird.

Lesetipp: Die Kollegen von Onlinemarketing-Praxis haben sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und Facebook für B2B von einer anderen Seite beleuchtet.

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9 Kommentare zu "Facebook im B2B ist out und doch sinnvoll!"

    Wenn man als B2B Unternehmen vor hat über Facebook zu verkaufen, wird das in der Regel nicht von Erfolg gekrönt sein. Für das Personal Marketing macht es auch nur Sinn, wenn ausreichend Fans vorhanden sind, andernfalls nimmt es niemand war. Die große Schwierigkeit liegt also darin, seine Zielgruppe als Fans zu gewinnen.

    Kommentar von Dennis - 15. April 2012 @ 16:09 Uhr

    ja aber im prinzip gitl dies ja auch mehr oder weniger für B2C Unternehmen. Auf Facebook muss man eben in gewisser Weise auffallen. Einfahc nur n’nettes Bildchen auf der Landingpage und abwarten was passiert ist eben nicht. Das wichtigste aber vorallem ist das Kommunikationsverhalten. Viele Unternehmen denken registrieren und Seite einrichten reicht, dann wird das Social Media Marketing schon funktionieren…falsch gedacht. mann muss alles monitoren udn sich in Gespräche auch einschalten bzw. den Dialog suchen.

    Kommentar von Gerd - 26. September 2011 @ 15:24 Uhr

    Der Stellenwert für B2B ist sicherlich von Situation eines jeweiligen Unternehmens abhängig. Welche anderen B2B-Plattformen meinst Du?

    Kommentar von Jens Stolze - 29. August 2011 @ 8:36 Uhr

    Es geht hier ja um B2B… da denke ich eigentlich nicht, dass Facebook einen so riesigen Stellenwert hat. Dort tummeln halt doch mehr Privatpersonen. Und für B2B gibts andere Plattformen, die darauf ausgerichtet sind.

    Kommentar von Jan - 26. August 2011 @ 15:35 Uhr

    Facebook macht auf jeden Fall Sinn, aber nicht wie gesagt wenn man nur das Thema der eigenen Webseite wiederholt. Facebook sollte zur Kommunikation mit dem Kunden beitragen. Und hier liegt auch schon der Knackpunkt: So eine Seite auf Facebook oder anderen Social Media Plattformen muss gepflegt und regelmäßig aktualisiert werden.

    Kommentar von WebMarketingCoach - 25. August 2011 @ 16:27 Uhr

    Im Gegensatz zu vielen automatisch generierten Wikipedia-Seiten auf Facebook, ist eine Firmen-Präsenz sinnvoll. Allerdings ist es dann erforderlich diese auch zu pflegen und für Inhalte zu sorgen. Das ist durchaus Pflicht, aber noch nicht die Kür ;-)

    Kommentar von Jens Stolze - 24. August 2011 @ 23:07 Uhr

    Gelungener Artikel, danke. Fraglich bleibt, ob es nicht dennoch für b2b-Unternehmen auf jeden Fall Sinn macht, auf Facebook zumindest passiv Flagge zu zeigen. Auch wenn der „Kanal“ dann keine wirklich große Rolle im Engagement und bei der Marketingstrategie spielt. Denn: Gefunden werden, wenn doch jemand gezielt nach dem Unternehmen sucht, ist eine Pflichtkür, oder?
    Stefan Strack

    Kommentar von Stefan Strack - 24. August 2011 @ 14:43 Uhr

    Danke für das Lob! Das freut uns. Die nächsten Artikel sind schon in Arbeit/fertig. Themen werden SEO und Innovation sein. Gruß. Jens

    Kommentar von Jens Stolze - 23. August 2011 @ 20:14 Uhr

    Vielen Dank für diesen tollen fachlichen Beitrag. Hoffentlich gibt es bald
    mehr davon. Viele Grüße
    Christian Wenzel

    Kommentar von Christian Wenzel - 23. August 2011 @ 20:02 Uhr

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