Tipps und Trends zum B2B Online-Marketing

Höhenflug für Pinterest! Chance für B2Bs?

B2B Social-Media zum Fliegen bringen

Die Online-Pinnwand Pinterest gehört schon lange zu den beliebtesten sozialen Netzwerken. Besonders, wenn es um visuell ansprechende Lifestyle-Themen wie Einrichtung, Reisen oder DIY geht. Auf den ersten Blick ein schlechter Platz für erklärungsbedürftige und komplexe B2B-Produkte. Nicht ganz: Mit den richtigen Inhalten öffnen sich für Unternehmen aus der B2B-Branche auch auf Pinterest neue Türen. Wer das nicht erkennt, der verschenkt einiges an Potenzial.
Wir haben uns das Netzwerk genauer angeschaut und erklären, wie Sie die soziale Suchmaschine für Ihr visuelles Marketing nutzen und auf was Sie dabei achten sollten.

Wer schon mal mit einer Social-Media-Strategie für ein B2B-Unternehmens in Berührung gekommen ist, der weiß, dass Pinterest in Marketing-Strategien für B2Bs bisher kaum einen Platz gefunden hat. Oft deshalb, weil die Chancen, die sich hier ergeben, nicht erkannt werden. Der Fokus des Sozialen Netzwerkes ist, wie bei Instagram, stark auf das Visuelle ausgelegt. Mit sperrigen Inhalten scheint das nicht zusammenzupassen. Weil Pinterest aber viele Möglichkeiten bietet, ist das zu kurz gedacht. Für B2Bs gilt es umzudenken. Inhalte müssen anders aufbereitet und präsentiert werden. Dann bietet das Portal viele Chancen – auch im B2B.

Was ist Pinterest und was macht es so besonders?

Pinterest ist eine Kombination aus sozialem Netzwerk und Bilder-Suchmaschine. Nutzer erstellen einen Account, stöbern auf Pinterest selbst oder anderen Webseiten nach Bildern und speichern diese auf ihren Pinnwänden, um sie später schnell wieder zu finden. Dabei liegt der Schwerpunkt der Suche auf dem Entdecken, was die Suche zum Erlebnis macht. Googles Ziel ist es möglichst schnell die passendsten Suchergebnisse für den Nutzer zu liefern. Pinterest verfolgt eine etwas andere Strategie. Die Online-Pinnwand führt den Nutzer von einem Suchergebnis zum nächsten und verfeinert dabei die Ergebnisse immer weiter. Auf diese Weise stöbert der Nutzer in einer gewaltigen Pin-Sammlung. Oft stolpert man hier auch über Pins, nach denen nicht unbedingt gesucht wurde. Auch im Rahmen beruflicher Recherchen landet man früher oder später auf der Bildsuchmaschine und klickt sich durch die passenden Pins. Der ideale Anknüpfungspunkt für B2Bs!

Eine weitere Besonderheit im Vergleich zu anderen Social-Media-Netzwerken: Inhalte bei Pinterest leiten unmittelbar zu einer Website weiter. Im Hinblick auf die Generierung von Website Traffic ist das Gold wert! Unter den Sozialen Netzwerken hält Pinterest sogar den zweithöchsten Marktanteil an PageViews direkt hinter Facebook. Auch ist die Halbwertszeit der Pins deutlich höher als die der meisten Posts auf anderen Sozialen Netzwerken (3,5 Monate im Vergleich zu Twitter mit 24 Minuten oder Facebook mit 90 Minuten).

Wer Pinterest aufgrund seiner Zielgruppe nicht berücksichtigt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Inhalte des Bildernetzwerks nicht nur in der Pinterest-eigenen Suche gefunden werden sondern ebenfalls auf Google ranken. Besonders häufig werden Pins in der Google Bildersuche angezeigt und können über diesen Weg Nutzer auf die eigene Website führen.

Wann macht Pinterest Sinn?

Viele Unternehmen ziehen Pinterest bei der Auswahl ihrer Marketinginstrumente gar nicht erst in Betracht. Doch bei genauerer Betrachtung besitzt beinahe jedes Unternehmen Inhalte, die es, ansprechend aufbereitet, wert sind, auf dem Netzwerk geteilt zu werden.

Wer durch die Suche stöbert, stellt schnell fest, dass eine inspirierende und emotionale Aufmachung den Großteil der Pins auszeichnet. Warum emotionales Design auch und besonders für B2B-Unternehmen wichtig ist, erklären wir in diesem Artikel. Natürlich ist nicht jedes Produkt für einen Post auf Pinterest geeignet. Wer vermeintlich weniger ansprechende Produkte anbietet, punktet beispielsweise mit hochwertigen Infografiken. Komplizierte Sachverhalte, komplexe Produkte oder Dienstleistungen werden so verständlich und ansprechend visualisiert.

Ansprechende Infografiken im Corporate Design können komplexe Inhalte auf unterhaltsame Weise erklären und gleichzeitig die eigene Expertise innerhalb der Branche unterstreichen.

Ihr Unternehmen betreibt einen Fach-Blog zu branchenspezifischen Themen und Sie sind auf der Suche nach einem weiteren Kanal, um Ihre Artikel zu streuen? Auch hier macht es Sinn, auf Pinterest zu setzen. Erstellen Sie Grafiken, die den Inhalt Ihres Artikels anteasern und pinnen Sie diese auf Ihrem Profil mit einer Verlinkung zum jeweiligen Blogartikel. Auf diese Weise können auch Whitepaper, Tutorials, Studien oder Case Studies aufbereitet werden.

Mit eigenen Inhalten auf Pinterest erfolgreich werden

Damit Ihre Inhalte bei Pinterest die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten, genügt es ein paar Tipps zu beherzigen.

1. Erstellen Sie ein verifiziertes Unternehmensprofil

Pinterest stuft Ihre Inhalte als vertrauensvoller ein, wenn Sie Ihr Profil verifizieren lassen. Diese erscheinen dadurch häufiger in der Suche.

2. Merken-Button einbinden

Geben Sie den Besuchern Ihrer Website die Möglichkeit, Inhalte auf ihrer Pinnwand zu pinnen, indem Sie einen Button integrieren.

Eine Call-to-Action wie ein Button gibt Website-Besuchern die Möglichkeit Inhalte zu pinnen.

Wer außerdem einen Newsletter verschickt, kann das Ganze weiterspinnen und hier durch die Einbindung der Social-Media-Buttons den Nutzerfluss zwischen den Kanälen verstärken.

3. Reichweite steigern mit Rich Pins

Diese spezielle Form von Pins ermöglicht es, noch mehr Inhalte in einem Pin unterzubringen und eignet sich besonders für Artikel, Produkte und Rezepte. Rich Pins von Produkten zeigen beispielsweise in Echtzeit Preise, Verfügbarkeiten und die Website, die das Produkt verkauft. Diese Pin-Form schafft mit wenig Aufwand ein komfortables Einkaufserlebnis. Artikel-Pins enthalten zusätzliche Informationen, wie Überschrift, Informationen zum Autor und einen Abstract der Story. Auf diese Formate zurückzugreifen lohnt sich. Pinterest belohnt die Verwendung dieser Pin-Formate mit einer höheren Reichweite.

4. Inhalte SEO optimieren

Auch Pinterest kommt nicht ohne SEO-Maßnahmen aus. Recherchieren Sie passende Long Tail Keywords in der Pinterest-Suche und verwenden Sie diese zur genaueren Beschreibung Ihrer Pins und Pinnwände. Vermeiden Sie dabei jedoch ein sinnloses Aneinanderreihen von Keywords und behalten Sie immer die Benutzerfreundlichkeit Ihres Pins im Auge.

5. Bewerben Sie Ihre Inhalte

Seit Anfang 2019 bietet Pinterest auch in Deutschland die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Diese sind in Umfang, Aufmachung, Targeting und Handling den Werbeanzeigen auf Facebook sehr ähnlich und steigern Ihre Reichweite zu einem oft recht geringen TKP. Auch der Website-Traffic lässt sich so einfach steigern.

Fazit:
Um mit Pinterest die Markenbekanntheit oder den Website-Traffic zu steigern, muss kein hoher Aufwand betrieben werden. Passende Inhalte sind meist schon im Unternehmen vorhanden und müssen lediglich ansprechend aufbereitet werden. Das Netzwerk bietet so eine optimale Ergänzung zu anderen Online-Marketing-Maßnahmen und entpuppt sich für B2B-Unternehmen als echte Chance.

Verwendete (Bild-)Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/559470/umfrage/marktanteile-von-social-media-seiten-in-deutschland/

https://blog.hootsuite.com/de/3-dinge-ueber-pinterest/

https://business.pinterest.com/de/rich-pins

https://onlinemarketing.de

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