Adressausbau für E-Mailings mit Co-Registrierung
B2B Online-Marketing

Adressausbau für E-Mailings mit Co-Registrierung

Erfolgreiche E-Mail-Marketer wissen: Nicht die absolute Größe des Adressverteilers zählt für den Kampagnenerfolg, sondern vielmehr, ob sich in dem Verteiler die richtigen Personen befinden.

Einige Firmen beauftragen spezialisierte Agenturen, die Hilfe beim schnellen Adressaufbau versprechen. Einige davon locken mit „mehr als 40.000 neue Abonnenten pro Monat“. Wie funktioniert das – und ist das überhaupt legal?

Bei den meisten Anbietern für Co-Registrierung wird die Einwilligung zum Erhalt von E-Mail-Werbung häufig mit der Teilnahme an einem Gewinnspiel oder einen anderen Service gekoppelt. Internetnutzern ist dies jedoch meistens nicht bewusst. Denn entsprechende Hinweise sind vielfach tief in den AGBs oder Teilnahmebedingungen versteckt.

Hand aufs Herz – lesen Sie solche schwerverdaulichen Texte wirklich durch? Zudem würden Sie hier wahrscheinlich nur erfahren, dass Sie zukünftig E-Mail-Werbung von irgendwelchen „Partnerunternehmen“ bekommen werden.

Was früher einfach nur gemein dem Empfänger gegenüber war und viele Spam-Beschwerden produzierte, ist seit der BDSG-Novelle illegal.

Neue Situation durch die BDSG-Novelle: Denn seit der BDSG-Novelle muss der Empfänger seine Erlaubnis zum Erhalt von E-Mail-Werbung explizit erteilen. Implizit durch die Teilnahme an einem Online-Dienst oder Gewinnspiel, durch Akzeptieren der AGBs oder Teilnahmebedingungen gilt jetzt nicht mehr. Es darf auch nicht pauschal auf Partnerunternehmen verwiesen werden. Stattdessen müssen alle Unternehmen namentlich aufgeführt werden, von denen zukünftig E-Mail-Werbung erwartet werden muss.

Unverständlich finde ich, dass viele bei der Co-Registrierung auf das im E-Mail-Marketing altbewährte Double-Opt-In Verfahren verzichten. Ohne dieses Verfahren ist es teilweise unmöglich, im Streitfall die Werbeerlaubnis nachzuweisen. Und ohne diesen Nachweis kann Co-Registrierung nicht rechtskonform umgesetzt werden.

Es gibt sie leider noch, die schwarzen Schafe unter den Adressdienstleister. Diese und deren Kunden sind oft gescholtene Namen in Internetforen zum Thema „Spam“. Möchten Sie sich wirklich den Ruf Ihres Unternehmens durch solche Adressen verspielen?

Falls Sie nicht auf Co-Registrierung verzichten möchten, so schauen Sie sich Ihren Adressdienstleister genau an: Falls dieser Co-Registrierung hauptsächlich über Gewinnspiele betreibt, würde ich dringend abraten. Lassen Sie sich genau erklären, wie die Werbeerlaubnis nachgewiesen werden kann. Am besten Sie vergewissern sich zudem auf den Co-Registrierungsseiten des Adressdienstleisters, ob dieser auch tatsächlich die Werbeerlaubnis explizit einholt und die Partnerunternehmen detailliert auflistet. Bestehen Sie unbedingt auf Double-Opt-In. Werfen Sie auch einen Blick in die Referenzliste: Befinden sich dort seriöse Kunden aus Ihrer Branche? Kontaktieren Sie doch mal einen Referenzkunden und erkundigen sich, wie zufrieden er mit dem Anbieter ist.

Auch ohne Co-Registrierung können Sie sich und Ihre Produkte bei Ihrer Zielgruppe im Internet bekannt machen und für ein Abonnement Ihres Newsletters begeistern. Das ist gar nicht so schwer, wie manche glauben mögen. Auch hier können Spezialagenturen helfen. Einen ersten Einblick erhalten Sie in meinem Blogbeitrag „Woher kommen die Adressen für Ihre Werbemails?“.

Quelle: Inxmail

Schreibe einen Kommentar

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere sie.

2 Kommentare
  • Ein guter Artikel, gefällt mir. Sätze wie „Falls Sie nicht auf Co-Registrierung verzichten möchten“ oder auch „Gewinnspiele betreibt, würde ich dringend abraten“ sind natürlich sehr stark wertend / abwertend diesen Thema gegenüber. Ich bin überzeugt, das sowohl Co-Registrierung als auch Co-Registrierung bei Gewinnspielen ein sehr guter Weg sein kann, Daten zu generieren. Von diesen pauschal abzuraten, halte ich für falsch. Richtig ist freilich, das es – wie auch von Ihnen korrekt dargestellt – viele schwarze Scharfe in der Branche gibt. Eine Pauschalisierung das aber hier generell nichts geht und alles schlecht ist, kann ich allein aus vielen Jahren eigener Erfahrung klar als völlig falsch bewerten.
    Mit diesen Methode zur Kundengewinnung ist es möglich große Datenmengen in sehr kurzer Zeit gewinnen. Richtig gemacht, ist diese Methode ein guter Weg Qualität mit Quantität problemlos zu verbinden. Zu oft wird dies aber leider völlig falsch angepackt und umgesetzt. Dies führt in vielen beziehungsweise in den meisten Fällen zu oft zu derart negativen Ergebnissen, dass am Markt derzeit meist nur zwei Aussagen hinsichtlich der Qualität existieren: “Sehr gut” und “Sehr schlecht”. Daher kann ich Ihren Artikel verstehen, möchte aber klar neben den Schattenseiten auch auf die sonnigen Ecken hinweisen, die es gibt und sogar sehr glänzen können :-)

Herausgeber des Fachblogs für B2B Online‑Marketing

Als Agentur für B2B Online-Marketing unterstützen wir unsere B2B-Kunden bei der Lead-Generierung, Verkaufsförderung und Kundenbindung. Auf dem Online-Marketing-Blog schreiben wir seit 2006 über aktuelle Entwicklungen und Trends im B2B Online-Marketing. Über uns
b2b online marketing blog