Pinterest: Ziel und Nutzen im B2B Social-Media
Ziel und Nutzen von Pinterest im B2B

Pinterest: Ziel und Nutzen im B2B Social-Media

Pinterest – der neue Star am Social-Media-Himmel. Rekordverdächtiges Wachstum in den letzten Monaten, obwohl es Pinterest schon seit 2010 gibt. Was ist Pinterest, welche Ziele und Möglichkeiten bieten sich den B2B-Unternehmen?

Pinterest wurde 2010 in den USA gegründet und setzt sich aus den englischen Begriffen „to pin“ (etwas anheften) und „interest“ (Interesse) zusammen. Nutzer gleichen Interesses haben die Möglichkeit Bilder-Kollektionen oder auch Videos mit Beschreibungen an virtuelle Pinnwände zu heften, welche sowohl öffentlich als auch privat abgespeichert werden können.

In den letzten Monaten hat Pinterest nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland ein rekordverdächtiges Wachstum hingelegt. Im Januar 2012 wurden die Besucherzahlen um das Vierfache gesteigert und so mehr Traffic verursacht als von Google+, LinkedIn und YouTube zusammen.

Möglichkeiten für B2B-Unternehmen
Auch für B2B-Unternehmen kann Pinterest ein äußerst interessantes Medium sein, wenn auch erst auf den zweiten Blick. Beruflich wird Pinterest bisweilen primär von E-Commerce Unternehmen genutzt, die Ihre Produkte durch hochwertig aufbereitete Bilder vermarkten.

Bei genauerer Betrachtung bemerkt man jedoch, dass auch für B2B-Unternehmen ein großes Potenzial in der Plattform steckt. Im Prinzip ist Pinterest vergleichbar mit Twitter. B2B Social-Media lebt von spannendem Content – und dies ist auch die Voraussetzung für eine Pinterest-Nutzung. Sofern Content in Form von spannenden Bildern oder Videos im Unternehmen vorhanden ist oder erstellt werden kann, ist dieser wert von den zahlreichen Usern geteilt zu werden.

Zielsetzung für Pinterest im B2B
Ziel ist es als Unternehmen die Produkte, Lösungen und Dienstleistungen zu visualisieren und von der großen Kraft der Viralität zu profitieren, durch welche die Sichtbarkeit des Unternehmens enorm gesteigert werden kann. Vordergründiges Ziel für ein Unternehmen, das sich auf Pinterest engagiert, ist es Traffic zu generieren, der den User auf die unternehmenseigenen Websites oder Social-Media-Profile führt. Außerdem kann man selbst Inspirationen sammeln, sich als Experte eines Themas auf einer jungen Plattform frühzeitig positionieren und Konversationen mit seiner Zielgruppe führen. Ebenfalls kann Pinterest durch Wettbewerbe zum Crowdsourcing genutzt werden, was bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich vormachen.

Ein Parade-Beispiel für eine gelungene Performance im B2B Social-Media-Marketing zeigt das Unternehmen General Electric auf Pinterest.

GE Pinterest B2B

Frühzeitig hat das Unternehmen verstanden worauf es bei Pinterest ankommt und welche Chance sich durch die Plattform bietet. So werden alte Werbeplakate aufbereitet, qualitativ sehr hochwertige Produktbilder präsentiert, Einblicke in die Produktion gegeben, informative Infographiken geteilt und Grafiken mit Zitaten von Unternehmenseigenen Geschäftsführern, Erfindern etc. erstellt. Gleichzeitig ist das Unternehmen selbst auch sehr aktiv darin, sich von anderen Bildern inspirieren zu lassen und gliedert sich so optimal in die Social-Media Welt ein. Entsprechend erfolgreich wird die Präsenz auch angenommen und zeigt wie attraktiv die Plattform auch für B2B-Unternehmen sein kann.

Fazit: Pinterest bietet zwar bislang keine speziellen Unternehmensseiten, hat ein Unternehmen jedoch Bilder/Videos mit Mehrwert für den User zu bieten, so sollte man schleunigst prüfen, ob nicht Potenzial in einer Pinterest-Präsenz steckt. Noch hat man die Chance einer der ersten B2B-Unternehmen auf der Plattform zu sein und sich so als Experte und Vorreiter zu positionieren.

Angela Staiber
Veröffentlicht von Angela Staiber
Online-Marketing Managerin
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24 Kommentare
  • Der Artikel kommt mir wie gerufen. Ich habe gerade angefangen mich mit pinterest zu beschäftigen und sehe auch ein sehr großes Potential darin. Nun gilt es, es erstemal richtig zu entdecken und Strategie zu entwickeln. Es soll in den USA mehr als Facebook genutzt werden, das hat mich aufhorschen lassen…

  • Danke für diesen Artikel. Ich hatte mich einst privat angemeldet bei Pinterest aber hatte da nie ganz verstanden, was mir das bringen soll. Teilweise gibt es dort wirklich gute Bilder, aber ich konnte nicht viel damit anfangen und in meinem Bekanntenkreis nutzt es auch niemand. Aber ich werde es nochmal überdenken.

  • Pinterest nimmt als „Twitter von Fotos und Bildern“ an Bedeutung zu. Allerdings sind die Hauptzielgruppen eher Frauen und Leute aus dem Modebereich. Wer aber visuell interessante oder originelle Vorlagen hat, sollte auf jeden Fall präsent sein, da ja auch ein grosser Linkwert gegeben ist und im Social Media jeder Präsenzpunkt mehr ein Plus ist.

  • Hallo,
    Leider stimme ich diesem Artikel nicht zu 100% zu.
    Ich habe versucht meine Produkte über Pinterest zu bewerben – leider stellte ich ein mieses Ergebnis fest da a) der Traffic äußerst schlecht war ,kaum Interessen.
    Ich kann jedem empfehlen sich Deviantart anzusehen. Ich erzielte hervorragende Ergebnisse mit Deviantart! Ich habe dazu eine Case Study auf meinem Blog veröffentlicht, vl. ist diese Source für den ein oder andere etwas.
    MfG.

  • Ich muss wirklich sagen, Pinterest hat eine echte Sogwirkung aus den verschiedensten Gründen.

    Man kann Pinteresst einfach hervorragend für ein Personal Branding nutzen. Bilder und dazu getexte Informationen haben nicht nur Salesletter eine besondere Wirkung.

    Aus meiner praktischen Tätigkeit in Direct-Response Advertising, weiß ich, das Bilder allein nicht genügen. Der Leser möchte ein zusätzliche Information zu den Bildern, was es uns Vermarktern natürlich erheblich erleichtert, die Richtung in die wir wollen, vorzugeben.

    Pinterest ist eine solche Lösung auf hohem Niveau. Es löst einfach nur die Motivation aus, immer weiter zu gehen.

    Oder auch das automatische Versehen mit Alt-Tags in den Bilder in eine gute Sache Besucher zu bekommen.

    Aber nicht nur aus Marketingsicht:

    Es macht einfach Spaß. Den Besuchern, sowie dem, der es pflegt.

    Mit Pinterest lassen sich ja sogar Kurse und Videokurse vermarkten. Eine feine Sache, das.

  • Zentraler Punkt ist, dass die Nutzung von Pinterest im B2B in die Gesamt-Social-Media-Strategie eingebettet werden muss, und bestehende Kommunikationsmaßnahmen sinnvoll ergänzt. Es ist nur eine Frage der Kreativität, wie Pinterest genutzt werden kann und natürlich abhängig von der Akzeptanz Zielgruppe.

  • […] viaPinterest: Ziel und Nutzen im B2B Social-Media ›› B2B Online-Marketing Blog. Share this:TwitterFacebookGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser gefällt. Schlagworte:B2B, Online-Marketing, Pinterest, Social Media Veröffentlicht unter:Marketing Bookmarks ← Pinterest in PR und Öffentlichkeitsarbeit – Warum und Wie Starte als erster eine Unterhaltung […]

  • Ich nutze Pinterest schon einige Tage und bin recht begeistert davon. Nur bleibt die frage offen ob es populärer wird als Facebook oder ob es eine kleine Plattform bleiben wird. Mal schauen was die Zukunft so bringen wird. (:

  • Danke für den äusert informatien Artikel. Habe gerade zum ersten mal davon gehört, aber werde mich sicherlich weiterinformiren da mir das doch sehr zu sagt. Tips und mehr Informationen nehme ich gerne zur Kenntnis. Mfg

  • Der Artikel passt genau in die Zeit. Pinterest ist nicht nur interessant, sondern meiner Ansicht nach eine absolutes Pflichtprogramm.

    Gerade Mittelstand, Einzelhandel und Freiberufler können mit Pinterest in eine neue Online Marketing Dimension aufsteigen.

  • Interessanter Artikel, ich hatte zwar Pinterest sch des öfteren gesehen, aber noch nicht für so relevant gehalten. Wenn man sich allerdings die Zahlen ein wenig genauer ansieht, sollte man dort auf jeden Fall Aktivitäten planen. Natürlich ist eine App da hilfreich.

  • Interessanter Aspekt… jedoch geht es doch m.E. darum bestehende Inhalte zu empfehlen und zu teilen… dafür ist nicht zwingend eine App nötig. Allerdings setzt dies voraus, dass es bereits spannende Blogs, Foren, Online-Magazine o.ä. gibt, von denen Inhalte empfohlen werden können. Eine App wäre dennoch eine hilfreiche Sache!

  • Solange es keine App gibt, die es erlaubt Bilder vom Handy (egal ob ios oder Android) direkt auf Pinterest zu laden, fehlt der Plattform eine ganz entscheidende Eigenschaft.
    Warum sollte ich ein Photo, daß ich schon via Twitter oder Instagramm geteilt habe nochmal händisch von „zuhause“ aus auf Pinterest hochladen?

  • Das ist richtig, es handelt sich um Refferal Traffic. Trotz der bedeutend höheren Anzahl an Nutzern von Twitter hat Pinterest im Februar mehr Referral Traffic verursacht hat als Twitter, Google+ und YouTube zusammen. Interessant ist auch, dass Facebook stark von Pinterest profitiert, da die beiden Portale eng miteinander verknüpft sind. Über 10% des Traffics geht von Pinterest auf Facebook über. Durch die entstehende Aufmerksamkeit, werden so wiederum neue Nutzer für Pinterest akquiriert.

Herausgeber des Fachblogs für B2B Online‑Marketing

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